Die Motorsport-Rennstrecke Circuit de Dijon-Prenois wurde am 26. Mai 1972 als Stade Automobile de Dijon-Prenois im französischen Burgund eröffnet. Der im Uhrzeigersinn zu befahrende Kurs liegt etwa 15 Kilometer nordwestlich des Stadtkerns von Dijon nahe dem kleinen Vorort Prenois.

Die ursprüngliche Streckenführung über 3,289 km ähnelte grob einem Oval mit einer 1,1 km langen und leicht ansteigenden Start- und Zielgeraden, zwei größeren Kurven und einer flüssigen Abfolge von leichten Kurvenkombinationen in Schlangenlinienform anstelle einer Gegengeraden.
Vor dem Umbau 1975 wurde hier 1974 ein Formel-1-Rennen ausgetragen; danach gab es auf der nun 3,801 km langen Strecke bis 1984 weitere fünf Grand Prix. Inzwischen wird die Strecke hauptsächlich für verschiedene nationale Meisterschaften von Frankreich und der Schweiz sowie für zahlreiche Club- und Test-Veranstaltungen genutzt. Am 11. Oktober 2009 wurde erstmals ein DTM-Lauf in Dijon ausgetragen, der das bisherige Frankreich-Gastspiel auf dem Le Mans Bugatti Circuit ersetzte.
Die offizielle Webcam in Prenois:
Besonderheiten:
Mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 200 km/h war die Strecke schon in der ersten Variante eine der schnellsten und flüssigsten der Formel 1. Im Gegensatz zu vielen modernen Retortenstrecken wurde der Verlauf der hügeligen Landschaft angepasst, so dass sich Höhenunterschiede von bis zu etwa 30 Metern ergeben. Dadurch müssen einige Streckenteile „blind“ gefahren werden, weil der weitere Verlauf der Fahrbahn durch Senken und Anstiege nicht zu sehen ist. Das gilt etwa für die Kurvenkombination S de sablières, die Virage de la combe und die nach dem Umbau 1975 hinzugekommene Parabolique. Diese Kurve mit einem Radius von nur 50 Metern weist außerdem am Scheitelpunkt eine leichte Überhöhung auf, die am Kurvenausgang abnimmt, im Verlauf steigt die Fahrbahn noch dazu mit etwa 15 Prozent an und ist deshalb technisch sehr anspruchsvoll. Bei vielen Fahrern gilt die Strecke mit ihren acht Kurven und Kurvenkombinationen als „Berg- und Talbahn“. Durch den technischen Fortschritt beim Rennwagenbau wurden jedoch einige Zeit nach dem Umbau erneut Durchschnittsgeschwindigkeiten von über 200 km/h erzielt; sowohl von der Formel 1 als auch bei den Sportprototypen. 1984 fuhr Alain Prost im McLaren-TAG-Formel-1 im Rennen mit 1:05.257 min und einem Schnitt von knapp 210 km/h den heute noch gültigen absoluten Rundenrekord. 1990 wurde in einem Weltmeisterschafts-Sportwagenrennen der „Gruppe C“ der ebenfalls noch bestehende Rekord für Sportprototypen mit 1:08,973 min (im Schnitt etwa 203 km/h) von Jean-Louis Schlesser in einem über 900 PS starken Sauber C11-Mercedes aufgestellt.
Beim Umbau 1975 war vor allem im neuen Streckenteil weitgehend auf Auslaufzonen aus Gras oder Kies verzichtet worden, stattdessen wurden die Bereiche jenseits der Curbs großflächig betoniert oder asphaltiert; ein Konzept, das erst Jahrzehnte später obligatorisch bei neu- oder umgebauten Rennstrecken verwendet wurde. Dadurch konnten die Rennwagen bei Überholvorgängen auch Streckenteile neben der 10 bis 12 Meter breiten regulären Fahrbahn nutzen, was beim Formel-1-Grand-Prix 1979 zum legendären Duell um Platz 2 zwischen René Arnoux und Gilles Villeneuve führte, als beide zur Begeisterung des Publikums rundenlang (auch in den Kurven) nebeneinander fuhren. Villeneuve setzte sich erst in der letzten Kurve Courbe de Pouas durch und fuhr etwa zwei Zehntelsekunden vor Arnoux über die Ziellinie. Solche Duelle sind allerdings bei feuchten oder nassen Streckenbedingungen nicht möglich, weil dann vor allem die Beton-Auslaufzonen extrem rutschig werden.
Für Keke Rosberg dürfte die Strecke eine besondere Bedeutung haben, weil er hier in seinem Weltmeisterschaftsjahr 1982 den einzigen Saisonsieg holte.
Diese und mehr Infos:
http://de.wikipedia.org/wiki/Circuit_de_Dijon-Prenois
Hotelempfehlung:
Hôtel Castel Burgond ***
3, Route Troyes
F-21121 Daix
03 80 56 59 72
03 80 57 69 48 - Fax